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Hans Michael Hensel

Offizier und Gentleman (8)

Wolf Justin Hartmann

Wolf Justin Hartmann

Mit dem Tod von Prinz Wilhelm von Preußen gibt es keine Möglichkeiten mehr, die konstitutionelle Monarchie an die Stelle der Hitlerdiktatur zu setzen.

Für Friedrich Wilhelm Heinz ist dies, neben dem Schmerz über den Verlust des Freundes, der Beginn des Rückzugs aus dem aktiven Widerstand, zumal das Regime Weiter

Offizier und Gentleman (7)

Bild aus einem Album aus dem Nachlaß von Friedrich Wilhelm Heinz, von Wolf Justin Hartmann ebenso wie von allen anderen dort abgebildeten Personen unterzeichnet.

Zeichnung von 1941

In Brandenburg beginnen Anfang 1941 die Vorbereitungen zum „Unternehmen Barbarossa“, dem Feldzug gegen die Sowjetunion im Juni. Hierbei sollen die „Brandenburger“ bei den drei Heeresgruppen Nord, Mitte und Süd in vorderster Linie im sogenannten Tarneinsatz kämpfen [unter Verwendung von Uniformen oder Uniformteilen des Gegners]. Weiter

Offizier und Gentleman (6)

Wolf Justin Hartmann im Zweiten Weltkrieg 1939–1945

Wolf Justin Hartmann mit seiner Mutter Maria Hartmann („Mariechen“) um 1941 bei einem Urlaub von der Front in München

Mit seiner Mutter

Wolf Justin Hartmann, ein begeisterter und passionierter Reiter und bereits in seiner Jugend sportlich trainiert, hält sich nach den 1920er Jahren, in denen er unter anderem einige Jahre in Südamerika lebte, weiterhin in Form. Er absolviert die Bedingungen für das Reichssportabzeichen und erfüllte, obwohl er kein Angehöriger einer Parteiorganisation war, auch die Bedingungen des SA-Sportabzeichens. Weiter

Offizier und Gentleman (5)

Stacheldraht, ein Drama von Wolf Justin Hartmann, geschrieben 1932, uraufgeführt 1936 in Weimar, nach einer weiteren Aufführung in Köln verboten, verarbeitete seine Erlebnisse in britischer Gefangenchaft 1918 und 1919.Am 19. September 1918 kam es zur „Palästinaschlacht“ (die Engländer nennen diese Schlacht „Battle of Mediggo“, manchmal „Battle of Armaggedon“). Auf breiter Front greifen die Engländer an, vielerorts derdurchbrechen sie die türkischen Stellungen, ohne auf großen Widerstand zu stoßen. Der historischen Gerechtigkeit halber muss aber auch gesagt werden, dass die türkischen Bataillone, von ihren Weiter

Offizier und Gentleman (4)

Der Eiserne Halbmond, auch (fälschlicherweise) als Gallipoli-Stern bekannt

Eiserner Halbmond

Wolf Justin Hartmann ist in der Gegend von Baranawitschi eingesetzt, der Stadt im Westen von Weißrußland. Hier hatte im Juni 1916 die russische Brussilow-Offensive gegen deutsche und österreich-ungarische Truppen begonnen, die im September mit einem großen Sieg der Russen endete, aber auch rund 2,3 Million Tote, Vermisste und Verwundete auf beiden Seiten gefordert hatte. Weiter

Offizier und Gentleman (3)

„Unvergesslich dem, der sie nur einmal las“  nannte Georg Schneider die Kriegserzählungen Wolf Justin Hartmanns.Ob Wolf Justin Hartmann als Soldat an der Front Tagebuch führt oder sich mindestens Aufzeichnungen macht (aus späterer Zeit ist bekannt, daß er zu jedem neuen Buch akribische Vorarbeiten und Recherchen machte und auch auf Reisen Tagebuch führte), ist nicht bekannt. Fast aber scheint es so. Denn in einem seiner Manuskripte bezieht er sich auf einen Vorgang, den wir auch in Form einiger Meldungen im türkischen Heeresbericht finden: Weiter

Offizier und Gentleman (2)

Wolf Justin Hartmann im Ersten Weltkrieg 1914–1918

Mit seinem 1937 veröffentlichten Essay „Langemarck“ gedachte Wolf Justin Hartmann seiner sinnlos in den Tod gestürmten Kameraden, ohne dabei dem „Langemarck Mythos“ zu frönen.

„Langemarck“

1914!

Die bei allen kriegführenden Mächten anfängliche Begeisterung für den „frisch-fröhlichen“ Krieg war sehr schnell einer Ernsthaftigkeit und Traurigkeit gewichen, wenn wieder Kunde kam vom Tod eines Familienmitgliedes, Freundes oder Schulkameraden.

Auch im Deutschen Reich, wo man noch Weiter

Offizier und Gentleman (1)

Wolf Justin Hartmann in den Weltkriegen 1914–1918, 1939–1945

Von Michael Heinz

Wolf Justin Hartmann im Jahre 1914, kurz bevor er sich als Abiturient des Wilhelmsgymnasiums in München als Kriegsfreiwilliger meldete.

Abiturient Wolf Justin 1914

In einer Zeit, in der vielerorten Denkmäler für Deserteure errichtet werden, über einen Dichter zu schreiben, der eine gute Zeit seines Lebens als Soldat und Offizier in zwei Weltkriegen verbracht hat, ist sicher nicht jeder­manns Sache. Und doch bekenne ich, dass es mir Freude bereitet hat, sein Leben in dieser Zeit zu beleuchten, denn es zeugt für mich von einem beispielhaften Weiter

Gefälscht ist auch ein Dokument

Sulzfeld am Main existierte schon vor über 1000 Jahren. Als Albrecht Dürer am 16. Juli 1520 auf seinem Weg in die Niederlande an Sulzfeld vorbeifuhr, war es bereits ein bedeutender, befestigter Ort. Den Sulzfeldern war dennoch nicht zum Feiern zumute, weil das Dokument, auf dem ihr Ort erstmals für das Jahr 1007 nachgewiesen ist, eine der vielen mittelalterlichen Urkundenfälschungen ist.

Nein, Sulzfeld feiert nicht.

Volksvertreter entwickeln mitunter eine eigenartige Logik. In Sulzfeld, dem fränkischen Dorf der Meter­brat­würste am Main, wurde das Nachfeiern der ersten ur­kund­lichen Erwähnung abgesagt, weil die Urkunde, in der das Dorf für das Jahr 1007 erstmals nachgewiesen wurde, eine Fälschung sei. Das zergeht auf der Zunge, denn mit dieser Begründung könnten ungefähr ein Weiter

Ferdinand geht. Der Anker bleibt.

Ferdinand Bogner übernahm vor 25 Jahren als international erfolgreicher Koch das Gasthaus zum Goldenen Anker in Segnitz, in dem er aufgewachsen war. An Silvester 2014 übernimmt ein neuer Wirt.

Ferdinand Bogner

Als junger Mann eroberte Ferdinand Bogner die kulinarische Welt, als international erfolgreicher Koch kehrte er 20 Jahre später, 1989, nach Segnitz zurück. Wiederum ein Viertel­jahr­hundert später verabschiedet er sich nun zum zweiten Mal und wird Chefkoch im Hotel- und Gasthof Bären in Ochsen­furt. Das historische Gasthaus Zum Goldenen Anker in Segnitz am Main, das er Weiter