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Hans Michael Hensel

Schlachttag und kopflose Hühner

Am frühen Morgen konnte man die Schafe noch streicheln. Am Abend standen sie im Mittelpunkt des Helferfests bei der Weinlese in Neuseeland 1981. Das sind die einzigen Bilder in meinem Photoalbum, die ich je von einem Schlachttag gemacht habe.

Das Ende des Schlachttags

Ich bin auf dem Land aufgewachsen, meine fränkischen Verwandten waren Bauern, Gärtner und Häcker, meine sächsischen, vom Vater her, Handwerker. Wenn geschlachtet wurde, half oft die ganze Familie mit und bekam dafür etwas ab. Eine meiner frühesten Erinnerungen war die Schlachtung eines Schweines bei Verwandten in Ochsenfurt. Wie sehr tat es mir leid! Als es schon tot und Weiter

Es gibt keine Träubeli mehr

Vollreife Silvanertrauben am Segnitzer Pfaffensteig in einem Spitzenjahr, kurz vor der Ernte.

Vollreife Silvanertrauben

Wir wohnen da, wo Wein wächst und andere Urlaub machen. Die Bilder entstanden vor der Weinlese 2014.

An unserem Haus und im Garten haben wir jede Menge alte Hausstöcke: eine unidentifizierte alte Sorte, die schon vor 100 Jahren unter der Hand eines sagenhaften „Onkel Adam“ gedieh und eine weitere, die auf meinen Opa zurückgeht. Weiter

Offizier und Gentleman (8)

Wolf Justin Hartmann

Wolf Justin Hartmann

Mit dem Tod von Prinz Wilhelm von Preußen gibt es keine Möglichkeiten mehr, die konstitutionelle Monarchie an die Stelle der Hitlerdiktatur zu setzen.

Für Friedrich Wilhelm Heinz ist dies, neben dem Schmerz über den Verlust des Freundes, der Beginn des Rückzugs aus dem aktiven Widerstand, zumal das Regime Weiter

Offizier und Gentleman (7)

Bild aus einem Album aus dem Nachlaß von Friedrich Wilhelm Heinz, von Wolf Justin Hartmann ebenso wie von allen anderen dort abgebildeten Personen unterzeichnet.

Zeichnung von 1941

In Brandenburg beginnen Anfang 1941 die Vorbereitungen zum „Unternehmen Barbarossa“, dem Feldzug gegen die Sowjetunion im Juni. Hierbei sollen die „Brandenburger“ bei den drei Heeresgruppen Nord, Mitte und Süd in vorderster Linie im sogenannten Tarneinsatz kämpfen [unter Verwendung von Uniformen oder Uniformteilen des Gegners]. Weiter

Offizier und Gentleman (6)

Wolf Justin Hartmann im Zweiten Weltkrieg 1939–1945

Wolf Justin Hartmann mit seiner Mutter Maria Hartmann („Mariechen“) um 1941 bei einem Urlaub von der Front in München

Mit seiner Mutter

Wolf Justin Hartmann, ein begeisterter und passionierter Reiter und bereits in seiner Jugend sportlich trainiert, hält sich nach den 1920er Jahren, in denen er unter anderem einige Jahre in Südamerika lebte, weiterhin in Form. Er absolviert die Bedingungen für das Reichssportabzeichen und erfüllte, obwohl er kein Angehöriger einer Parteiorganisation war, auch die Bedingungen des SA-Sportabzeichens. Weiter

Offizier und Gentleman (5)

Stacheldraht, ein Drama von Wolf Justin Hartmann, geschrieben 1932, uraufgeführt 1936 in Weimar, nach einer weiteren Aufführung in Köln verboten, verarbeitete seine Erlebnisse in britischer Gefangenchaft 1918 und 1919.Am 19. September 1918 kam es zur „Palästinaschlacht“ (die Engländer nennen diese Schlacht „Battle of Mediggo“, manchmal „Battle of Armaggedon“). Auf breiter Front greifen die Engländer an, vielerorts derdurchbrechen sie die türkischen Stellungen, ohne auf großen Widerstand zu stoßen. Der historischen Gerechtigkeit halber muss aber auch gesagt werden, dass die türkischen Bataillone, von ihren Weiter

Offizier und Gentleman (4)

Der Eiserne Halbmond, auch (fälschlicherweise) als Gallipoli-Stern bekannt

Eiserner Halbmond

Wolf Justin Hartmann ist in der Gegend von Baranawitschi eingesetzt, der Stadt im Westen von Weißrußland. Hier hatte im Juni 1916 die russische Brussilow-Offensive gegen deutsche und österreich-ungarische Truppen begonnen, die im September mit einem großen Sieg der Russen endete, aber auch rund 2,3 Million Tote, Vermisste und Verwundete auf beiden Seiten gefordert hatte. Weiter

Offizier und Gentleman (3)

„Unvergesslich dem, der sie nur einmal las“  nannte Georg Schneider die Kriegserzählungen Wolf Justin Hartmanns.Ob Wolf Justin Hartmann als Soldat an der Front Tagebuch führt oder sich mindestens Aufzeichnungen macht (aus späterer Zeit ist bekannt, daß er zu jedem neuen Buch akribische Vorarbeiten und Recherchen machte und auch auf Reisen Tagebuch führte), ist nicht bekannt. Fast aber scheint es so. Denn in einem seiner Manuskripte bezieht er sich auf einen Vorgang, den wir auch in Form einiger Meldungen im türkischen Heeresbericht finden: Weiter

Offizier und Gentleman (2)

Wolf Justin Hartmann im Ersten Weltkrieg 1914–1918

Mit seinem 1937 veröffentlichten Essay „Langemarck“ gedachte Wolf Justin Hartmann seiner sinnlos in den Tod gestürmten Kameraden, ohne dabei dem „Langemarck Mythos“ zu frönen.

„Langemarck“

1914!

Die bei allen kriegführenden Mächten anfängliche Begeisterung für den „frisch-fröhlichen“ Krieg war sehr schnell einer Ernsthaftigkeit und Traurigkeit gewichen, wenn wieder Kunde kam vom Tod eines Familienmitgliedes, Freundes oder Schulkameraden.

Auch im Deutschen Reich, wo man noch Weiter

Offizier und Gentleman (1)

Wolf Justin Hartmann in den Weltkriegen 1914–1918, 1939–1945

Von Michael Heinz

Wolf Justin Hartmann im Jahre 1914, kurz bevor er sich als Abiturient des Wilhelmsgymnasiums in München als Kriegsfreiwilliger meldete.

Abiturient Wolf Justin 1914

In einer Zeit, in der vielerorten Denkmäler für Deserteure errichtet werden, über einen Dichter zu schreiben, der eine gute Zeit seines Lebens als Soldat und Offizier in zwei Weltkriegen verbracht hat, ist sicher nicht jeder­manns Sache. Und doch bekenne ich, dass es mir Freude bereitet hat, sein Leben in dieser Zeit zu beleuchten, denn es zeugt für mich von einem beispielhaften Weiter