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Hans Michael Hensel

„GEZ-Nachfolgerin“ nervt

Seit 25 Jahren erhalten wir regelmäßig Post von der GEZ („Gebühreneinzugszentrale“), neuerdings „Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio“. Alleine in den vergangenen 5 Jahren waren es genau 31 überflüssige und nie gelesene Briefe an die Adresse unseres Einfamilienhauses. Hoffentlich ist das wenigstens ordentlich teuer für sie! (Bild © H.M.Hensel 2014, darf frei verwendet werden.)

Gesammelte GEZ-Post

Seit Jahren bekommen wir Post von der GEZ („Gebühren­einzugs­zentrale“), neuerdings auch bekannt als „Beitrags­service von ARD, ZDF und Deutschland­radio“. Man darf den Laden also getrost GEZ-Nachfolger nennen, zumal das so treffend an Die Linke erinnert. Aber zurück zum Thema: Ich habe noch nie Rund­funk­gebühren bezahlt. Das muß ich auch nicht, denn bis 1987 durfte ich bei meiner Oma im gleichen Haushalt mithören, wenn ich gerade in Deutschland war.

Danach meldete meine liebe Frau ihre Stereoanlage an, die sie 1987 zur Hochzeit von einem Freund geschenkt bekommen hat und heute noch besitzt. Da wir so gut wie nie fern sahen, meldeten wir 1994, nachdem unsere Oma gestorben war, die Glotze mit ihren damals zweieinhalb frei empfangbaren Programmen ab. Wir stellten sie beim Sperrmüll mit einem drangeklebten Zettel „Voll funktionsfähig!“ auf die Straße, wo sie prompt von dem netten und uns persönlich bekannten Herrn Winterstein aus Mittelfranken abtransportiert wurde.

Das war der Beginn eines anhaltenden GEZ-Terrors.

Alle naslang kam eine Aufforderung von dieser Block… äh, Verzeihung: Medienwart-Scheinbehörde, doch bitte zu prüfen, ob meine liebe Frau nicht auch noch einen Fernseher anmelden wollte. Nein, warum auch!? Sollen wir etwa die organisierte Volksverdummung, der wir uns wegen viel interessanterer Dinge nicht (mehr) aussetzen, auch noch für andere Leute sponsern oder wie?

Einige Jahre lang haben wir alle diese Briefe entweder weggeworfen oder, falls vorhanden, den Freiumschlag genutzt und das gesamte überflüssige bedruckte und nie unterschriebene Papier einschließlich der Umschläge mit einem kurzen handschriftlichen Kommentar „zu unserer Entlastung“ zurückgeschickt.

Das nützte aber nichts, die GEZ-Knaller scheinen grundsätzlich alle Bürger für potentielle Melkkühe mit einem Hang zur Kriminalität, sprich: „Gebühren“hinterziehung zu halten. Ergo kam totsicher und in unschöner Regelmäßigkiet nach zwei, drei, allerspätestens aber nach vier Monaten der nächste GEZ-Brief.

So ging das locker zwanzig Jahre lang, bis es uns vor etwa fünf Jahren zu dumm wurde und wir seitdem alle GEZ-Briefe in einem Schubfach ungeöffnet gelagert haben, zumal wir auch langsam neugierig drauf waren, wieviele wir wohl zusammenbekommen würden.

Stand heute sind es 31 Stück, wenn man alle mit dazuzählt, die außer an mich auch noch an meine Frau (wegen zusätzlicher Anmeldung ihres nicht vorhandenen Fernsehgeräts zum tatsächlich vorhandenen Radio) und an unsere Firma gingen, eine GmbH, die wir natürlich punktgenau zum 31. 12. 2012 liquidiert haben, um wegen der neuen Gesetzeslage ab 1. Januar 2013 auch ja keine neuen Begierden bei diesen unsympathischen anonymen GEZ-Staatspropagandafunkwarten auszulösen, von wegen (nicht vorhandenem) Geschäftsautoradio, getrennten Geschäftsräumen und so. Das störte die aber nicht im geringsten, denn es kamen weiterhin Zahlungsaufforderungen. Vermutlich jedenfalls, denn wir haben keinen dieser Briefe auch nur geöffnet.

So ging das weiter bis zum heutigen Tag. Heute habe ich den Stapel von ca. 10 Zentimetern Höhe nachgezählt und seit 5 Jahren das erste an mich gerichtetete Kuvert geöffnet (und zwar das zuvorletzt eingegangene, was auf dem zu diesem Artikel gehörigen Bild durch die abgeschnittene linke Briefseite des an zweiter Stelle von unten liegenden Kuverts erkennbar ist).

Innenliegend las ich eine rotzfreche, offenbar schon wiederholte Zahlungsaufforderung: Angeblich beträgt mein Schuldenstand bei denen bereits rund 500 Teuro. Der Gipfel: „Sie haben mit uns Ratenzahlung vereinbart… Bitte überweisen Sie bis zum…“ Soso, ich habe also mit dieser anonymen Scheinbehörde was vereinbart, ohne daß ich je zuvor auch nur einmal ihren Mist gelesen hätte! Jetzt schlägt’s aber dreizehn! Derartiges hielt ich bisher für Methoden der Hintermänner von kriminellen Drückerkolonnen nach dem Motto: „Man kann’s ja mal probieren…“ Es steht ja jeden Tag irgendwo mindestens ein Dummer auf, den man bekanntlich nur finden muß, nicht wahr?

Auf unsere Zahlung können die jedenfalls noch lange warten. Solange kein unterschriebenes Schreiben mit ladungsfähiger Adresse des zuständigen Gerichts und mit Rechtsbehelfsbelehrung amtlich zugestellt wird, wird kein GEZ-Staatspropagandafunkwart je etwas von uns hören. Denn zur Antwort auf einen nicht unterschriebenen anonym abgesendeten Wisch ist kein Bürger verpflichtet.

Wir werden aber alle eingehenden Nervereien weiterhin stapeln und lagern. Wer weiß, vielleicht wollen sie ihren ausgedruckten Mist ja irgendwann zu unserer Entlastung mal abholen?

Bis dahin hoffe ich, daß jeder einzelne Brief für die GEZ-Nachfolger möglichst teuer ist. An uns soll es nicht liegen, wenn es darum geht, Leute zu beschäftigen und vor allem die gewiß beliebten Staatspropagandafunkwart-Arbeitsplätze zu sichern.

Bild © H.M.Hensel 2014, darf mit Quellenangabe honorarfrei verwendet werden.

Eine Antwort auf „GEZ-Nachfolgerin“ nervt

  1. Dietmar G Wolf says:

    Hallo aus Australien!!

    Eure Artikel hauen voll hinein! Diese Duckmaeuserei der Mainstream-(Luegen-)Presse und eifrige Gutmenschen-Anbiederung den Kulturbereicherern gegenueber ist uns hier schon lange zuwider.

    Dank auch fuer die Beitraege zur aktuellen Lage in Dresden sowie Ende der Trolleranz.

    Der Islam gehoert NICHT zu Deutschland und es ist Verrat der Volkszertreter im Kanzleramt und ihren Lakaien bei BILD, FAZ usw., die einheimische Bevoelkerung solange zu indoktrinieren, bis kein Andersdenken mehr moeglich ist; siehe Iran, Irak, Afghanistan usw. usf.

    Beste Gruesse, Dietmar

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