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Hans Michael Hensel

Offizier und Gentleman (4)

Der Eiserne Halbmond, auch (fälschlicherweise) als Gallipoli-Stern bekannt

Eiserner Halbmond

Wolf Justin Hartmann ist in der Gegend von Baranawitschi eingesetzt, der Stadt im Westen von Weißrußland. Hier hatte im Juni 1916 die russische Brussilow-Offensive gegen deutsche und österreich-ungarische Truppen begonnen, die im September mit einem großen Sieg der Russen endete, aber auch rund 2,3 Million Tote, Vermisste und Verwundete auf beiden Seiten gefordert hatte. Weiter

Offizier und Gentleman (3)

„Unvergesslich dem, der sie nur einmal las“  nannte Georg Schneider die Kriegserzählungen Wolf Justin Hartmanns.Ob Wolf Justin Hartmann als Soldat an der Front Tagebuch führt oder sich mindestens Aufzeichnungen macht (aus späterer Zeit ist bekannt, daß er zu jedem neuen Buch akribische Vorarbeiten und Recherchen machte und auch auf Reisen Tagebuch führte), ist nicht bekannt. Fast aber scheint es so. Denn in einem seiner Manuskripte bezieht er sich auf einen Vorgang, den wir auch in Form einiger Meldungen im türkischen Heeresbericht finden: Weiter

Offizier und Gentleman (2)

Wolf Justin Hartmann im Ersten Weltkrieg 1914–1918

Mit seinem 1937 veröffentlichten Essay „Langemarck“ gedachte Wolf Justin Hartmann seiner sinnlos in den Tod gestürmten Kameraden, ohne dabei dem „Langemarck Mythos“ zu frönen.

„Langemarck“

1914!

Die bei allen kriegführenden Mächten anfängliche Begeisterung für den „frisch-fröhlichen“ Krieg war sehr schnell einer Ernsthaftigkeit und Traurigkeit gewichen, wenn wieder Kunde kam vom Tod eines Familienmitgliedes, Freundes oder Schulkameraden.

Auch im Deutschen Reich, wo man noch Weiter

Offizier und Gentleman (1)

Wolf Justin Hartmann in den Weltkriegen 1914–1918, 1939–1945

Von Michael Heinz

Wolf Justin Hartmann im Jahre 1914, kurz bevor er sich als Abiturient des Wilhelmsgymnasiums in München als Kriegsfreiwilliger meldete.

Abiturient Wolf Justin 1914

In einer Zeit, in der vielerorten Denkmäler für Deserteure errichtet werden, über einen Dichter zu schreiben, der eine gute Zeit seines Lebens als Soldat und Offizier in zwei Weltkriegen verbracht hat, ist sicher nicht jeder­manns Sache. Und doch bekenne ich, dass es mir Freude bereitet hat, sein Leben in dieser Zeit zu beleuchten, denn es zeugt für mich von einem beispielhaften Weiter

Italo Svevo und Würzburg

Der junge Ettore Schmitz in einem um 1877 aufgenommenen Bild in seiner fränkischen Internatsuniform. Diese damals sehr populäre Art des Medaillonbildes auf dunklem Grund war eine Erfindung des berühmten Würzburger Lichtbildners Carl Albrecht Dauthendey (*1819, †1896, Vater von Max Dauthendey), der sein Würzburger Atelier zu der Zeit in der Kaiserstraße unweit des Bahnhofs hatte. (Bild © Zenos Verlag 1987, mit freundlicher Genehmigung von Letizia Fonda Savio, Triest.)

Italo Svevo in Franken.

„Würzburg! Eine saubere, vornehme, wenig bevölkerte Stadt. Studenten mit blauen Kappen. Die kleine Familie besichtigte einen riesigen Palast mit Bildern italienischer Maler. Ein Zimmer, in dem das Echo den Ton vervielfacht wiedergab. Wenn man ein Stück Papier zerriß, so klang es wie eine Trompete…“

Drei ]ahre vor seinem Tod schrieb Italo Svevo, Weiter

Mein Freund Hadschi

Wolf Justin Hartmann (1894-1969), photographiert von © Heinz Held

Wolf Justin Hartmann

„Kein anderer in den Wäldern, Vater und Mutter nicht,
verstand ihn so gut wie du und wurde ihm so gerecht.
Niemand wußte besser, was ihm nottat zu jener Zeit.“

Von Wolfgang Hartmann

„Über fünfzig Jahre ist es nun her, daß ich ihn kennenlernte, aber ich erinnere mich noch an jedes Wort…“ Weiter

Wolf Justin Hartmann

Eine Wolf Justin Hartmann gewidmete „Feuilleton“-Sondernummer sollte zum 40. Todestag am 30. August 2009 erscheinen. Leider kam es nicht dazu. Auch diese druckfertige, für Mai 2010 angekündigte überarbeitete Ausgabe Nr. 9 der bibliophilen Reihe gibt es bisher nur als PDF-Datei auf den Speichermedien in Zenos Verlag. (Typographie © John Lesney. Schriften: Zentenar Fraktur, Schneidler Initialen, Adobe Garamond Expert Collection.)

W. J. Hartmann zu Ehren

„Wolf Justin Hartmann lebte ein Leben wie nur wenige seiner Zeitgenossen: Mit der osmanischen Armee kämpfte er als Offizier in Palästina gegen die Einheiten von T. E. Lawrence von Arabien, der genau diesen Gegner in seinem Buch Die Sieben Säulen der Weisheit als ‚prachtvoll‘ beschrieb.

Seine Erzählung Durst zählt zu den ungewöhnlichsten Werken der Literatur: die Wüste, zwei Pferde, zwei Männer, ein Tag und eine Nacht. Sonst nichts: ‚Ein herrliches, ein einzigartiges, ein einmaliges Buch!‘, jubelte das Feuilleton. Weiter