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Hans Michael Hensel

„Muß ich das jetzt lesen?“

Wolf Justin Hartmann, geboren in Marktbreit.

Wolf Justin Hartmann

Heute hatten die holde Gattin und ich interessanten Besuch: Buchhändler E. O. sowie G. C. K., Lektor und Herausgeber von Schulbüchern, der auch selbst als Verleger von so unterschiedlichen Autoren wie Oskar Panizza, Italo Svevo, Karlheinz Deschner und sogar meiner Wenigkeit hervorgetreten ist. Höhepunkt unseres Treffens war ein Schlachtschüsselessen im Weiter

Ein „Käthchen“ für den Eremiten

Alle Titelblätter der 100 Fortsetzungen von Robert Frankenburgs romantischer Version des Käthchens von Heilbronn sind im Nachdruck enthalten.

Käthchen in Fraktur

Der Verleger und Heinrich-von-Kleist-Forscher Günther Emig, langjähriger Leiter der Heilbronner Stadtbibliothek, Ludwig-Pfau-Experte, Begründer des Kleist-Archivs Sembdner und einiges mehr, was man unmöglich alles behalten und auswendig aufsagen kann, versucht in seinem jüngsten Rundschreiben aus dem Prinzessinnenhaus in Haltenbergstetten allen „Freunden der Gegenwarts- und Vergangenheitsliteratur die Tage in Ihrer Conora-verursachten Eremitenexistenz etwas erträglicher zu machen.“ Und zwar: Weiter

Hafiz Manzooruddin Ahmad

Hafiz Manzooruddin Ahmad war der unangefochtene Indienerklärer und einer der wichtigsten Asienerklärer der Nationalsozialisten. Sein Buch „Indien ohne Wunder“, wurde in mehrere Sprachen übersetzt, dies ist die schwedische Ausgabe: „Indisk Vardag“ = Indischer Alltag.

Der Asienerklärer.

Einer der merkwürdigsten, zugleich aber auch interessantesten Autoren, von dem ich je etwas über Asien las, ist Hafiz Manzooruddin Ahmad. In den 1930er und 1940er Jahren schrieb er im nationalsozialistischen Deutschland erfolgreiche Bücher, darunter zwei äußerst lesenswerte über Indien, die zahlreiche Auflagen erlebten und in mehrere Sprachen übersetzt wurden. Sein Thailand. Land der Freien über das kurz zuvor umbenannte Siam, ist heute ein Weiter

Wer war Ernst v. Hesse-Wartegg?

Ernst von Hesse-Wartegg. Abbildung aus dem besprochenem Band.

Ernst von Hesse-Wartegg.

An diesem Buch ist nahezu alles neu, erstaunlich und spannend. Zuerst schon die Tatsache, daß es 99 Jahre dauerte, bis nach dem Tod des zwar weltberühmten, aber auch rätselhaften Reiseschriftstellers und Diplomaten Ernst von Hesse Wartegg (*1851?, † 1918 ) erst jetzt der erste, und gelungene Versuch vorliegt, Weiter

Heinrich von Kleist entsorgt?

Heinrich von Kleists Büste aus dem Jahre 1816 im Amtszimmer des Bundespräsidenten, fotografiert im Oktober 2013. Bildquelle: Günther Emig

Kleist-Experte mit Kleist

Hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der eben erst Schlagzeilen machte, als er in wohl inzwischen üblicher neudeutscher Art auf einen Schlag fast zwei Dutzend Günstlinge und Protegés in die hochbezahlte Personalriege des Bundes­präsidialamts einführte, eine wertvolle Büste des Dichters Heinrich von Kleist aus dem Jahre 1816 in Schloß Bellevue entsorgt? Eine Pressemitteilung Weiter

Christof Jung: Reisen nach innen

Der kamerascheue Christof Jung auf einem seltenen Bild in den 1970er Jahren mit dem Flamencosänger Manuel Agujetas unter spanischer Sonne in Jerez.

Mit Manuel Agujetas

Ein paar Jahrzehnte früher geboren, und er wäre wohl kaum der Mainzer Buchhändler geworden, den ich vor etwa zwanzig Jahren kennengelernt habe. Jedenfals nicht so schnell. Ich bin mir sicher, er wäre vor allem ein Abenteurer gewesen, wie Hesse-Wartegg oder Wolf Justin Hartmann, und er hätte uns wie sie viele spannende Einsichten über seine Reisen hinterlassen. Weiter

Offizier und Gentleman (8)

Wolf Justin Hartmann

Wolf Justin Hartmann

Mit dem Tod von Prinz Wilhelm von Preußen gibt es keine Möglichkeiten mehr, die konstitutionelle Monarchie an die Stelle der Hitlerdiktatur zu setzen.

Für Friedrich Wilhelm Heinz ist dies, neben dem Schmerz über den Verlust des Freundes, der Beginn des Rückzugs aus dem aktiven Widerstand, zumal das Regime Weiter

Offizier und Gentleman (7)

Bild aus einem Album aus dem Nachlaß von Friedrich Wilhelm Heinz, von Wolf Justin Hartmann ebenso wie von allen anderen dort abgebildeten Personen unterzeichnet.

Zeichnung von 1941

In Brandenburg beginnen Anfang 1941 die Vorbereitungen zum „Unternehmen Barbarossa“, dem Feldzug gegen die Sowjetunion im Juni. Hierbei sollen die „Brandenburger“ bei den drei Heeresgruppen Nord, Mitte und Süd in vorderster Linie im sogenannten Tarneinsatz kämpfen [unter Verwendung von Uniformen oder Uniformteilen des Gegners]. Weiter

Offizier und Gentleman (6)

Wolf Justin Hartmann im Zweiten Weltkrieg 1939–1945

Wolf Justin Hartmann mit seiner Mutter Maria Hartmann („Mariechen“) um 1941 bei einem Urlaub von der Front in München

Mit seiner Mutter

Wolf Justin Hartmann, ein begeisterter und passionierter Reiter und bereits in seiner Jugend sportlich trainiert, hält sich nach den 1920er Jahren, in denen er unter anderem einige Jahre in Südamerika lebte, weiterhin in Form. Er absolviert die Bedingungen für das Reichssportabzeichen und erfüllte, obwohl er kein Angehöriger einer Parteiorganisation war, auch die Bedingungen des SA-Sportabzeichens. Weiter

Offizier und Gentleman (5)

Stacheldraht, ein Drama von Wolf Justin Hartmann, geschrieben 1932, uraufgeführt 1936 in Weimar, nach einer weiteren Aufführung in Köln verboten, verarbeitete seine Erlebnisse in britischer Gefangenchaft 1918 und 1919.Am 19. September 1918 kam es zur „Palästinaschlacht“ (die Engländer nennen diese Schlacht „Battle of Mediggo“, manchmal „Battle of Armaggedon“). Auf breiter Front greifen die Engländer an, vielerorts derdurchbrechen sie die türkischen Stellungen, ohne auf großen Widerstand zu stoßen. Der historischen Gerechtigkeit halber muss aber auch gesagt werden, dass die türkischen Bataillone, von ihren Weiter